Russlandhilfe der Diakonie-Gemeinschaft

Swetlatschok – die Pflegefamilie

Neun Kinder (Teenager, junge Erwachsene)- zwei Diakonissen…

… das ist die Pflegefamilie „Swetlatschok“ – „Glühwürmchen“ – der Diakonie-Gemeinschaft in Slavsk, dem ehem. Heinrichswalde, etwa 120 km nordöstlich von Kaliningrad. Der Name ist Programm: das Swetlatschok wil in der Stadt Slavsk ein Licht der Liebe Gottes sein. Vier Jungs und drei Mädchen, der Älteste Jahrgang 1997, der Jüngste Jahrgang 2006, leben mit den beiden Diakonissen Barbara Weith und Helena Solowjowa zusammen. Die Kinder sind Sozialwaisen. Im Swetlatschok wachsen sie in stabilen, familiengerechten Verhältnissen auf. Sie erfahren eine christliche Erziehung, erhalten eine gute Schulbildung und werden darüber hinaus ihren Begabungen entsprechend musisch und sportlich gefördert. Ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die Arbeit.

Die Pflgegefamilie durch die Jahre

Das Swetlatschok 2022

2022 
Es wohnen noch zwei Jungs (Artjom, 22J. und Kyrill, 16 J. ) und zwei Mädchen (Olga, 24 J. und Julia, 18 J.) im Haus. Die anderen leben und arbeiten in der näheren Umgebung.  Am Wochenende füllt sich das Haus. Sie kommen, oft auch mit Freunden, ins Swetlatschok – das ist der feste Ankerplatz. Hier sind sie zuhause.

Ende Februar 2022 
S. Helena Solowjowa musste das Swetlatschok sehr kurzfristig verlassen. Sie ist Ukrainerin.  Sie lebt und arbeitet jetzt in der Diakonie-Gemeinschaft in Puschendorf. Barbara Weith bleibt weiterhin in Slavsk. Sie kann und will die Kinder nicht allein lassen. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit ihr. 

So können Sie helfen
Dieses Projekt ist auf Dauer angelegt. Die Kinder sind jetzt  junge Erwachsene oder Teenager. Mit dem 18. Geburtstag fließt kein Pflegegeld mehr – trotzdem bleiben Kosten für das Zuhause, das wir den Kindern auch noch bieten wollen, wenn sie ausgezogen sind oder während der Woche in Kaliningrad leben.

Danke, wenn Sie uns weiterhin unterstützen.

Mit Ihrer mildtätigen, gemeinnützigen, absetzungsfähigen Spende können Sie helfen, die damit verbundenen finanziellen Verpflichtungen zu stemmen.
IBAN DE 207625 0000 0000 1898 03
IBAC BYLADEM1SFU

Projektnummer: 14

Ehrenamtliche Mitarbeiter
Unterstützer auf Zeit

Zugegeben, die Bilder sind inzwischen ein paar Jahre alt. Aber sie gehören unbedingt zur Geschichte des Swetlatschok Handwerklich versierte Freunde haben mit angepackt, wenn’s Zimmer gestrichen, Drainagen gezogen oder Fenster repariert werden mussten.  Schulabgänger, die Auslandserfahrung suchten, waren einige Wochen tatkräftig mit im Haus.  „Großmütter auf Zeit“ haben viele Jahre mit angepackt und den Schwestern dadurch zu  Urlaub verholfen.  

 

"Swetlatschok" - eine Lebensaufgabe

Wie sieht das Leben im Swetlatschok 2022 aus?

Ilja ist 25 J, und schon längere Zeit außer Haus. Er arbeitet in Sovietsk. Olga, 24 J.,  ist Gartendesignerin, arbeitet allerdings meistens in der Gastronomie und lebt wieder im Swetlatschok. Schenja, 23 J.  hat sein Studium als Bauleiter abgeschlossen. Er lebt und arbeitet in Sovietsk.  Artjom, 22 J.  hat im Sommer 22 sein IT.- Studium abgeschlossen, lebt im Swetlatschok  und arbeitet im Homeoffice. Tanja, 21 J. hat ein crossing-Jahr in Puschendorf verbracht, ist seit 2021 mit einem ehemaligen crossing-teamler verheiratet  und lebt in Deutschland. Diana, 20 J. hat die Ausbildung zur Köchin abgeschlossen und lebt in Sovietsk. Julia, 18 J. hat noch ein Jahr Ausbildung als Köchin vor sich und lebt im Swetlatschok. 
Kyrill, 16 J. ist der Jüngste. Noch ein Jahr Schule hat er vor sich. 

Die Kinder werden flügge. Das „Swetlatschok“ bleibt ihr Zuhause, bleibt Anlaufstation für sie.

 

 

Wann und wie ist das Projekt entstanden?

Der Verein „Freunde für Russland“ mit Sitz in Dortmund und der spätere Rektor der Diakonie-Gemeinschaft, Pfr. Martin Westerheide, hatten nach dem Ende der Sowjetunion Kontakte ins Kaliningrader Gebiet.

Ab 1992 organisierten sie humanitäre Transporte. Seit 1996 lebt S. Barbara Weith in Slavsk. Im Jahr 2000 konnte das „Swetlatschok“ als familienähnliches Kinderheim eröffnet werden. (Bild rechts: Der damalige Bürgermeister Dudnik, S. Barbara Weith, Rektor Martin Westerheide) 2010 wurde es aus organisatorischen Gründen zur Pflegefamilie. 2002 kam S. Helena Solowjowa als Erzieherin und Diakonisse ins Swetlatschok.

Bürgermeister Dudnik, S. Barbara Weith, Rektor Martin Westerheide, beid er Einweihung des Hauses

Wie ist das Swetlatschok am Ort eingebunden?

Die beiden Diakonissen arbeiten zusammen mit der Stadtverwaltung und den sozialen Einrichtungen am Ort. Und sie sind aktiv in der lutherischen Gemeinde in Slavsk. Dort wurden beide 2015 als Prädikantinnen eingeführt (s  Bild rechts). Sie halten regelmäßig Gottesdienste am Ort, sind verbunden mit einem Pfarrersehepaar, das Jugendarbeit im Kaliningrader Gebiet organisiert und arbeiten überörtlich in der Kaliningrader Propstei mit. 

Die beiden Schwestern bei der Einführung als Prädikantinnen der ev.luth. Gemeinde

Braucht Ihr überhaupt noch Hilfe?

O ja. Danke für alle, die für das Swetlatschok, für die lutherischen Gemeinden in Slavsk und im Oblast Kaliningrad beten. Danke, wenn Sie das Swetlatschok auch weiterhin mit Ihren Spenden unterstützen. Das Pflegegeld des Staates für die erwachsenen Kinder entfällt. Das ohnehin kleine Gehalt für die Pflegemutter S. Barbara Weith verringert sich von Jahr zu Jahr. Kosten für die Familie bleiben. Auch für die Instandhaltung des Hauses fallen laufend Kosten an. Dafür sind wir auf Unterstützung aus dem Kreis der Freunde angewiesen.

Weitere Projekte betreffen die lutherische Kirche: wir unterstützen den jährlich stattfindenden Kinderkirchentag, sowie die Arbeit in der lutherischen Gemeinde in Slavsk.

Danke, wenn Sie mithelfen.

Kontakt & Anfahrt

Diakoniegemeinschaft Puschendorf

Konferenzstraße 4 
90617 Puschendorf

Telefon 09101/7040
Telefax 09101/70465 

zentrale@diakonie-puschendorf.org

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